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…dann komme ich auf einen weiteren schönen Gedanken, der mich die letzten Wochen sehr beschäftigt. Es geht um “den Wert an sich…”. Diese Überlegung erzeugt eine ambivalente Stimmung. Einerseits machen solche Gedanken traurig, äußerst traurig und andererseits birgt diese Perspektive eine fast unheimliche Dimension von Freiheit in sich.

Im Zuge des Loslassens, der Reduzierung von Ballast, dem Abbau von Gewohnheiten, des Entsorgens von Liebgewonnenen kommt auch die Betrachtung des bereits gelebten Lebens ins Spiel. Beim Betrachten der Fotos, Hören von alter Musik oder bei anderen Anlässen. Wenn ich, mittlerweile ja schon in der Lebenshälfte angekommen, zurückschaue und mich frage welchen Wert diese oder jene Ansicht, Handlung, Haltung oder gelebtes Leben hatte, dann kommen bei mir große Fragezeichen auf.

Ich stelle fest, dass egal was ich betrachte in meiner persönlichen Rückschau. Nichts, aber auch gar nichts einen Wert an sich beinhaltet. Einen Wert, den ich mitnehmen könnte, einen Wert, der mir Mut zum Leben gibt.

Alle Menschen halten fest. Alle Menschen sammeln Erinnerungen. Alle Menschen sammeln Hab und Gut. Was bedeutet es für das Leben eines Einzelnen, wenn man feststellt, dass es diesen Wert an sich nicht gibt.

Es macht traurig und es macht Angst. Auf der anderen Seite vermutet man ein unermessliches Potential von Freiheit und Glück.

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